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Die Verlockung

Die Verlockung

Die Verlockung

Mauro Assante, die Hauptfigur dieses tragikomischen Romans von Andrea Camilleri ist ein angesehener und unbestechlicher Mitarbeiter des Wirtschaftsprüfungsinstituts, für das er arbeitet. Er ist seit sieben  Jahren mit seiner Frau verheiratet und hat seinen kleinen Sohn. Nun sind die beiden zum  ersten Mal von ihm getrennt, weil seine Frau auf Empfehlung des Kinderarztes mit dem Sohn in die Sommerferien in ihr trientinisches Heimatdorf gefahren.

Derweil arbeitet Mauro Assante an einem Bericht über die Banca Santamaria, einer Bank, an der mächtige Politiker beteiligt sind und Interessen haben. Dies ist auch Mauro und seinem Chef klar und schon bald wird deutlich, dass der Prüfungsbericht einige wichtige Persönlichkeiten in erhebliche Schwierigkeiten bringen wird.

Doch als es eines Abends bei Mauro klingelt und die schöne Carla, eine Mitarbeiterin eines Escortservice ihm ihre Dienste anbietet, glaubt er deren Hinweis, dass es sich wohl um eine Verwechslung handele. Doch da hat Mauro schon angebissen. Er will sie wieder sehen. Als er sie wieder trifft, erzählt er ihr von seltsamen Ereignissen, die ihn offenbar von der Fertigstellung seines Berichtes abhalten sollen. Carla bietet ihm ihre Hilfe an. Und Mauro, der die Augen und die Hände nicht von der schönen Carla lassen kann, vertraut ihr. Mit verhängnisvollen Folgen.

Am Ende eines wirklich spannenden Buches, in dem Camilleri einen so ganz anderen Spannungsbogen spannt als in den Montalbanokrimis ist das Leben eines integren Mannes zerstört, und die mafiöse Habgier der Elite kann weitergehen.

Camilleri betont in einem Nachwort, dass die Handlung erfunden sei, aber auf realen Fakten beruhe. Ich bin sicher, so eine Geschichte geschieht in Italien sehr oft. Und ich möchte nicht wissen, was in unserem Land hinter den Kulissen so alles passiert.

Andrea Camilleri, Die Verlockung, Nagel & Kimche 2016, ISBN 978-3-312-00996-1

Über Winfried

Winfried Stanzick arbeitete zwei Jahrzehnte als Pfarrer, Organisationsberater und Fortbildner, bevor er nach einer späten Familiengründung seit 2002 als Hausmann und „Familienmanager“ tätig ist und von morgens bis abends zu tun hat. Zwischendurch liest und schreibt er gerne.

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