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Springende Pinguine und schwimmende Tiger- Erstaunliches aus dem Tierreich- Von Jesse Goossens (Text) und Marije Tolman (Illustrationen)

Springende Pinguine

Springende Pinguine

Bei solchen Superlativen macht Lernen Spaß: wenn ein Bison so richtig wütend ist, dann rennt es auch schon mal 55 bis 65 Kilometer pro Stunde, ganz schön schnell für so ein imposantes, massiges Tier, schließlich kann es über 1000 Kilo schwer und 1,80 Meter groß werden. Ein pazifischer Riesenkrake hat drei Herzen, und wenn auch schon mal ein neun Meter großes Exemplar gefunden wurde, so ist dieses Tier, frisch geschlüpft, nur so groß wie ein Reiskorn. Derartiges Wissen saugen Vier- bis Sechsjährige begierig auf, vertiefen sich und versinken in den mit 25 x 30 cm großen farbigen Bildern mit staunenden Augen.

Dass eine Giraffe ebenso viele Halswirbel hat wie ein Mensch, das hat man ja vielleicht schon einmal gehört, aber dass manche Ameisenarten bis zu zwei Wochen unter Wasser überleben können? Dass Faultiere sich so gut an einem Ast festhalten, „dass sie sogar dort hängen bleiben, wenn sie schon gestorben sind.“? Oder, dass im Brustkorb eines Nilpferdes ein kleines Kind aufrecht stehen könnte? Nun gut, wer möchte das auch schon!

Viel Spaß muss die Niederländerin MarijeTolman bei ihren Illustrationen gehabt haben, Spaß, der schnell überspringt und ansteckt. Nicht nur Erwachsene, denn von denen hat sie auch schon Preise für ihre hinreißenden Illustrationen bekommen. Tanzende Skorpione, fragen sich Kinder, wo gibt’s die denn? Bei der Paarung der Tiere, eigentlich doch ein schöner Anlass, bei dem es aber schon mal passieren kann, dass das Weibchen das Männchen auffrisst, vielleicht hat er ihr ja auf die Füße getreten. „Tropft man Alkohol auf einen Skorpion, dreht er völlig durch und sticht sich selbst.“ Und am nächsten Morgen wird er sich an nichts mehr erinnern. Wer weiß. Mit viel Talent und Einfühlungsvermögen versehe man die Skorpione mit menschlichen Zügen und Bewegungen und schon wird ein in der Natur eher ja brutaler Sachverhalt für die kindgerechte Lesart ‚entschärft’.

Fakten, Superlative, Besonderheiten, derart anschaulich bebildert, vergisst man das sicher nicht mehr so schnell. Und die Großen lernen bestimmt Vieles gleich mit beim Vorlesen. Zum Beispiel, dass ‚manche Raupenarten unheimlich gut mit Kot um sich werfen können.’ Ganz schön clever, damit niemand riecht, wo sie gerade sind. „Eine Raupe von der Größe eines Reiskorns kann ihren Kot zwanzig bis dreißig Zentimeter von sich werfen. Bei einem erwachsenen Mann entspräche das einem Wurf von dreißig bis vierzig Metern.“

27 Tiere mit ihren Besonderheiten werden so vorgestellt und, jede Wette, da ist Erstaunliches bei und das reizt dann vielleicht auch, sich später mit diesem oder jenem Tier weitergehend und näher zu befassen. Zum Beispiel mit dem Blauwal. „ Ein einziger Blauwal wiegt so viel wie dreißig erwachsene Elefanten. Durch seine Hauptschlagader könnte ein Mensch kriechen- so groß ist sie.“

 

Springende Pinguine und schwimmende Tiger
Erstaunliches aus dem Tierreich
Jesse Goossens(Text)/ Marje Tolman (Illustrationen)
Verlag Gerstenberg
ISBN: 9783836958660
Preis: 16, 95 Euro
32 Seiten
4-6 Jahre

Über Barbara Wegmann

Einst…
geboren, gewachsen, gelernt,
dann endlich…
Redakteurin, Moderatorin
heute
Journalistin, Sprecherin, Rezensentin
seit Jahrzehnten
Vielleserin, Gernleserin,
am liebsten
Bildbände, Kriminalromane, Bücher mit dem „gewissen Etwas“ (Thema, Autor, Aufhänger)
nicht zu vergessen
Familie, Tochter, Mann, spanische Küche, Freunde bekochen, Musik, Leidenschaft für alte Bücher, Antikmärkte, lebenslanges Lernen
das Wichtigste im Leben:
das Wort

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