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Vor nahezu 16 Jahren startete ich mit meiner ersten Buchseite literature.de im Internet. Zu Beginn als reine Textplattform, aus der 6 Anthologien hervorgingen, entstand eine Literaturplattform mit mehr als 10.000 Buchbesprechungen etc. Mit vielen Verlagen hatten wir eine erfolgreiche Zusammenarbeit. Auch etwas schwierigere Verlage gewöhnten sich daran, dass man Bücher plötzlich im Internet bespricht. Es kam aber immer wieder die Frage auf, was sie denn für die Bereitstellung eines Rezensionsexemplares erhalten würden.

Was für eine Frage – sie erhielten eine ausführliche Besprechung und nicht nur einen abgetippten Waschzettel. Es war mühsam. Aber mühsam ernährt sich das Eichhörnchen. Es gab ein Auf und Ab. Die Zeiten änderten sich, die Blickwinkel auch und dann kam Facebook. Plötzlich waren alle Verlage dort – auch die schwierigen. Mehr oder weniger gekonnt nutzen sie das Medium.

Für mich war es an der Zeit, sich jetzt wieder ausführlicher mit Büchern auseinanderzusetzen. In einer anderen Form. In einer anderen Darstellungsart. Den ausführlichen Rezensionen sind wir treu geblieben. Nun ging letzten Freitag unsere Seite hier online. Als Test. Ein visueller Einstieg für Bücher. Kann gelingen, wenn man daran glaubt.

Im Vorfeld hatten wir schon interessante Verlage, die wir aus 15 Jahren Bucharbeit kannten, kontaktiert. Viele möchten gerne dabei sein. Aber trotzdem gibt es hier wieder die schwierigen. Sie sehen die Aufbauarbeit nicht, die vorherigen Projekte zählen nichts. Kommt runter von eurer hohen Wolke. Was habt ihr denn zu verschenken? Ein Rezensionsexemplar. Wow, wie großzügig. Versucht es doch einmal.

Beantwortet man deren kritische Rückfragen, erhält man keine Antwort. Grund genug, diese Verlage dann nicht mehr zu beachten, obwohl sie tolle Bücher, gerade für den visuellen Austausch, veröffentlichen? Ich bin ein wenig ratlos, selbst nach 15 Jahren und freue mich über den einen oder anderen Hinweis der hoffentlich wachsenden Leserschar.

Hier die Nachricht einer Volontärin vom Dorling-Kindersley-Verlag

Bitte verstehen Sie uns nicht falsch: wir finden Ihre Seite wie auch Ihre Rezensionen sehr schön und es freut uns auch, dass Ihnen unsere Bücher gefallen und Sie diese gerne besprechen.

Dennoch ist es so, wie schon gesagt, dass unser Kontingent an Freiexemplaren generell sehr begrenzt ist, und wir deshalb leider bei Weitem nicht alle Wünsche erfüllen können, sondern gezwungen sind, eine Auswahl zu treffen, bei der wir neben der Qualität der Rezensionen u.a. auch die Leserzahlen berücksichtigen müssen. Ein bedauerndes “Nein” ist deshalb nicht als qualitative Wertung zu verstehen.

Für konkret geplante Artikel in passenden Zeitschriften oder Zeitungen stellen wir Ihnen deshalb gerne auch weiterhin Rezensionsexemplare zur Verfügung.

Ich hoffe, Sie verstehen unseren Standpunkt.

Bei Fragen stehe ich Ihnen gerne zur Verfügung.
Keine Angst, wenn bei dieser Plattform, wie bei literature.de, die Leserzahlen stimmen, behalten wir uns auch eine Auswahl vor… das nur am Rande! Und es erinnert mich an dies hier damals….

Über Sven

1998 startete ich mit literature.de ins Internet. Lieblingsbücher: Englische und skandinavische Krimis. Nebenher berate ich Unternehmen im Bereich Bloggen und Blogsicherheit, und gebe Empfehlungen für gute Kinderapps

Ein Kommentar

  1. Es wurde jetzt ein Rechtschreibfehler im Verlagsnamen bemängelt. Mit Recht. Es ändert aber nichts an der Art, zu kommunizieren.

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