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Der magische Augenblick

Der magische Augenblick

Der magische Augenblick

Ein gutes Bild kann man sicher planen. Kamera, Belichtung, der passende Moment, vielleicht ein gutes Bearbeitungsprogramm, wohlmöglich ein attraktiver Rahmen. Aber: spielen in der Sekunde des Fotografierens vielleicht auch noch ganz andere Faktoren eine Rolle? Intuition, Emotion, Leidenschaft, Dinge, die einem Bild Seele, Charakter, unverwechselbaren Ausdruck und Individualität verleihen. Vielleicht ja ohne dass wir es merken?

Diesen Kriterien und Fragen gehen die beiden Autoren nach, der eine Fotograf „aus Passion“ , der andere Pädagoge, der u.a. das von ihm selbst entwickelte Fach „Glück“ unterrichtet. „Warum sprechen manche Fotos den Betrachter an, während andere ihn kalt lassen? Was kann durch eine Fotografie gesagt werden, das auf keine andere Weise auszudrücken ist?“ Der Fotograf, so Fritz-Schubert, lasse den Betrachter teilhaben an seinen Vorstellungen, Ideen und vielleicht auch Wunschträumen. Aber die fertige Fotografie gehe über das „sinnlich Wahrnehmbare“ hinaus und lenke Blick und Seele „auf den Ursprung unseres Seins“. Nun, dies ist ein arg weiter Bogen, ein hoher Anspruch für ein Buch, aber, was die Autoren damit meinen wird schnell klar angesichts von Fotografien, die nicht nur einzigartig sind, sondern auch in Grenzregionen, Grenzsituationen entstanden.

Einsame Gebirgs- und Dünenlandschaften, weite Meeres- und Flussregionen, erhabene Aufnahmen von hohen Himmeln und endlosen Horizonten. Aber vielleicht muss man eben auch an Grenzen, von Natur gesetzte und an eigene gehen, um zu dokumentieren, welche Sinnlichkeit, Gefühlstiefe und Bewunderung auch in weniger spektakulären Motiven im Hintergrund stets mitwirken. Erst durch das Außergewöhnlichen erschließt sich das Alltägliche. Und nicht selten wird bei der Betrachtung einer Fotografie erst anschließend klar: eben genau deshalb wurde dieses oder jenes Bild gemacht, der magische Moment, der Zauber des Motivs, das besondere Licht, Faktoren, die mit der inneren Haltung des Fotografen korrespondieren, sie beeinflussen.

Oft lässt das Unterbewusstsein grüßen! Und nicht selten stellt man erst später überrascht fest, was einen im Moment des Fotografierens so fasziniert hat. Das Foto also als Beleg für eigene Faszination und Sprachlosigkeit und gleichzeitig ein Dokument für die Schönheit unserer Erde. Ein spannendes Buch, das den Zauber der Fotografie mal aus einem ganz anderen Blickwinkel als dem technischen und sachlichen heraus beleuchtet.

Der magische Augenblick
Alexander Ehhalt/ Ernst Fritz- Schubert
Perspektiven des Glücks
Eine fotografische Lebensreise
dpunkt.verlag
ISBN: 9783864900884
Preis: 39,90 Euro

 

 

 

Fotos (c) Alexander Ehhalt

Über Barbara Wegmann

Einst…
geboren, gewachsen, gelernt,
dann endlich…
Redakteurin, Moderatorin
heute
Journalistin, Sprecherin, Rezensentin
seit Jahrzehnten
Vielleserin, Gernleserin,
am liebsten
Bildbände, Kriminalromane, Bücher mit dem „gewissen Etwas“ (Thema, Autor, Aufhänger)
nicht zu vergessen
Familie, Tochter, Mann, spanische Küche, Freunde bekochen, Musik, Leidenschaft für alte Bücher, Antikmärkte, lebenslanges Lernen
das Wichtigste im Leben:
das Wort

Ein Kommentar

  1. Super tolle Fotos. Wow. Wenn man solche Augenblicke einfängt, ist man bestimmt sehr glücklich.

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